1947 geboren in Düsseldorf als Bürger der königlich-republikanischen Niederlande (und dies entschieden geblieben). Nach Schule und (natürlich) Schülerzeitung Studium von Philosophie, Politologie und Soziologie in Marburg und Bochum. Seit 1967 (so ab dem 2. Semester) Autor und Herausgeber etlicher Bücher zu Themen des Zeitgeschehens; seitdem auch ständiger Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks (WDR, Köln).
Mitschöpfer der ersten deutschen Pop-Radio-Collage "Panoptikum" (WDR/NDR 1968–1975, monatlich); zusammen mit Henryk M. Broder, Hans-Jürgen Haug, Rolf-Ulrich Kaiser, Rosa Pape, Gretel Rieber (Redaktion), Tom Schröder, Achim Sonderhoff (Regie). Viele Beiträge im jetzt leider nur noch legendären "Kritischen Tagebuch" des ruhmreichen WDR 3. Zahlreiche Radiosendungen zum Zeitgeschehen (Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft) und zur Geschichte, vor allem in der das Genre prägenden Sendereihe "ZeitZeichen"; etliche Beiträge sind vom Bonner "Haus der Geschichte" in seine "Audiothek" aufgenommen worden. Außerdem dokumentarische Fernsehbeiträge und Drehbücher für SFB und WDR; auch viele freie Produktionen (oft mit dem Regisseur Michael Pfleghar). Im Jahr 1970 Gründungsmitglied der DGB-Jugendzeitung "'ran", zusammen mit u.a. Henryk M. Broder, Rosa Pape, Günter Wallraff. Mit Henryk M. Broder und Abraham Melzer (Hg.) zuvor auch maßgebliche redaktionelle Mitwirkung bei "Kontakte - Zeitschrift für christlich-jüdische Zusammenarbeit".
Auch werbliche Kommunikation: GroupHead in der Agentur ARE, Düsseldorf; verantwortlich für Kampagnen und Maßnahmen, beispielsweise Wahlkämpfe: Kanzler Willy Brandt (1972, Kampagne der Jungsozialisten), Kanzler Bruno Kreisky (Österreich 1974), Ministerpräsident Heinz Kühn (NRW 1975), Bundeskanzler Helmut Schmidt (1976), Erster Bürgermeister Hans-Ulrich Klose (Hamburg 1978). Beratung und Werbung für namhafte Institutionen und kommerzielle Unternehmen (direkt und über Agenturen), z.B. 3M (Post-it-Haftnotizen/Büro-Kommunikation - für und mit Agentur M.L.&S., Düsseldorf), Architekturbüro Sir Norman Foster (Foster & Associates, London: Publikation über deutsche Projekte), Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland (Selbstdarstellung , national und international), Bayer-Pharma (u.a. "Incidal" - M.L.&S.), Blend-a-med-Zahnpflege, Bundeswehr (Information für Wehrpflichtige), Camel-Zigaretten (Reynolds Tobacco), EMI Deutschland (Promotion - M.L.&S.), LG Electronics (Goldstar-TV/Computer-Peripherie - M.L.&S.), made in.../Schröer (Möbel-Avantgarde), Pioneer (Autoradios), Pischetsrieder Consulting (Seminar Kommunikation und Medien), P+S-Tapeten (Corporate Identity, Marketing, Produkt-Werbung), Schwarz-Pharma (Image), Stadt Solingen (Kampagne/CI "Made in Solingen" - für und mit Agentur von Mannstein, Solingen - Erfindung des Ehrenpreises "Die schärfste Klinge", zu verleihen an Persönlichkeiten, die sich mit klarer Sprache fair und engagiert für öffentliche Interessen einsetzen - Preisträger bisher u.a. Alfred Grosser, Guyla Horn, Jutta Limbach, Richard von Weizsäcker), THS (Wohnungswirtschaft: Corporate Identity, Publikationen, Filme), Trumpf-Schokolade (u.a. Novesia Goldnußpärchen: "Für Zwei, die sich mögen" - M.L.&S.), TUI-Transeuropa (Meer Urlaub! - M.L.&S.), van Houten (Schokoladen - M.L.&S.), Vanilla-Moden, Verfassungsschutz (Anti-Spionage-Kampagne für das Bundesamt: "Es gibt ein Code-Wort zum Öffnen von Tresoren: Liebe."), rku.it-Jahresbericht für 2003: "Energie im Wandel", für 2004/2005: "20 Stellen vor dem Komma - Zahlen im Universum" (mit Agentur: Büro Franck | Visuelle Kommunikation, Düsseldorf). U.v.a.m.
Seit Mitte der 80er Jahre hauptsächlich tätig für den Rundfunk, als Kommentator ("Zur Sache") und Moderator ("Der Tag um Fünf") im politischen Programm von WDR 4, dem meistgehörten Radioprogramm in Deutschland. Moderation auch im Dritten Programm des WDR für Informationssendungen zum Zeitgeschehen. Im Jahr 1995 zusätzlich "Start"-Moderator ("launching anchorman") auf WDR Radio 5 in der neuen, an britischen Vorbildern orientierten dreistündigen Informationssendung “Morgenecho”. Seit 1992 Ehrenbürger ("Honorary Citizen") von Little Rock, Arkansas, Vereinigte Staaten von Amerika. Seit März 1999 (nach glaubhaftem Bekunden und überzeugendem Augenschein:) glücklich verheiratet mit Hulda Maessen und 12 (zwölf) Kindern (7 Mädchen, 5 Jungs)* aus ihrer ersten Ehe. (-PM)
Buchveröffentlichungen in Auswahl: "Die NPD – Struktur, Programm und Ideologie einer neofaschistischen Partei", Berlin 1967 (mit Reinhard Kühnl u.a.); "Was wollen die Schüler? – Politik im Klassenzimmer", Frankfurt/Main 1969 (mit Hans-Jürgen Haug); "Was wollen die Lehrlinge?", Frankfurt/Main 1971 (mit Haug); "Kriegsdienstverweigerer: Gegen die Militarisierung der Gesellschaft", Frankfurt/Main 1971 (mit Haug); "Der Sprayer von Zürich: Kölner Totentanz", Köln 1982 (Text & Fotografie; mit Betty Grünberg); "Harry Walter: 60 – Die Biographie des Vaters der politischen Werbung in Deutschland", Neuss 1989; "...und dann kommst du nach Hause. Leben und Wohnen im Revier", Bochum 1995; "Platz, Hirsch! – Die verborgenen Befehle unserer Sprache" (mit Jakob Moeller), Frankfurt/Main 2001, "Die Richtung stimmt", in: "Da war ich hin und weg – Arno Schmidt als prägendes Leseerlebnis" (Hg. Rudi Schweikert), Wiesenbach 2004; Redaktion und Lektorat für: "Nordstern wird THS - Strukturwandel, gebaut, im Revier", herausgegeben von Prof. Dr. Karl-Heinz Cox, Gelsenkirchen 2004.
Hans-Jürgen Haug, mein Co-Autor der frühen Jahre, ist am 12.12.2010 gestorben. Wir hatten noch davon gesprochen, "Haug/Maessen" wieder aufleben zu lassen. Nun ist das endgültig Geschichte. Haug wird immer ein Teil von mir bleiben. Ein wichtiger. Nicht nur in den Archiven, Bibliotheken und Fußnoten. Was war das für ein großartiger Kerl!
Radio und Fernsehen in Auswahl: "Panoptikum", monatliche Radiocollage, NDR/WDR 1968 – 1975 (mit anderen); "Keine Ruhe im Cartoon", dreiteilige Fernsehdokumentation, SFB 1973/74; "NDW – die Neue Deutsche Welle und ihre Texte", Radiofeature in zwei Teilen, WDR 1982; "Die Schlacht von Trafalgar", Hörbild in der Reihe "ZeitZeichen", WDR 1985; "Die Halbstarken", Radiofeature in der Reihe "ZeitZeichen", WDR 1986; "Requiem auf Uwe Barschel", Radiofeature, WDR 1987; "Musik-Möbel-Stücke – Erik Satie und das Muzak-Ambiente der Gegenwart", Radiofeature, WDR 1988; "Richard Wagner, Parsifal und die Liebe zum Tier", Radiofeature, WDR 1988; "Macht in Fantasie – die 68er Kultur", Radiocollage in der Reihe "ZeitZeichen", WDR 1988; "2001 wieder sehen? Jetzt endlich richtig sehen!", Anmerkungen zum Relaunch von Kubricks Film "2001 – Odyssee im Weltall" im "Kritischen Tagebuch", WDR 2001; "Die Vereinten Nationen: Ohnmächtig in die Agonie", Radio-Essay in der Reihe "Themen der Zeit", WDR 2003; "Das Lied von der Solidarität oder: Brauchen wir eine neue Linke?", Radio-Essay in der Reihe "Gedanken zur Zeit", NDR/WDR 2005.